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Leserbriefe

Zuwanderung, wie weiter?


Leserbrief vom 19. Januar 2014


Seit dem Jahr 2003 erlebt die Schweiz eine Zuwanderung wie sie seit Generationen nicht mehr erlebt wurde. Besonders ausgeprägt ist es seit dem Jahr 2007, wo die Nettozuwanderung jährlich rund 80‘000 Personen beträgt. Es stellt sich hier die Frage, wie lange kann das noch so weitergehen? Wieviel darf die Zuwanderung betragen, was ist sinnvoll und für unsere Wirtschaft und unsere Lebensqualität tragbar?Dass es da ganz unterschiedliche Meinungen gibt, liegt auf der Hand.
Tatsache ist, dass in allen Arbeitsbereichen die Zuwanderung massiv zugenommen hat. So konnte man in jüngster Zeit aus der Sonntagspresse folgendes Beispiel entnehmen. Eine junge Architektin hat nach dem Abschluss ihres Studiums im Tessin trotz Berufserfahrung keine Stelle gefunden. Die örtlichen Architekturbüros engagieren lieber italienische Grenzgänger für Fr. 2‘500.-- pro Monat und lassen die Schweizerin, welche bereit wäre für Fr. 4‘000.-- zu arbeiten, zu Hause. Was für eine Lebensperspektive ist das?
Ein anderes Beispiel ist aus Bern, wo die Schweizerische Post vor 2 Jahren in einem ihrer Gebäude ein Schadstoffproblem hatte. Diese Schadstoffe mussten vor dem Rückbau ausgebaut werden. Sie engagierte dazu eine süddeutsche Firma, welche 50 % billiger war als die schweizerischen Mitbewerber. Nach Beginn der Sanierungsarbeiten musste dann der Bauherr feststellen, dass die Arbeiter von einer polnischen Verleihfirma waren und nicht einmal Fr. 10.-- pro Stunde erhielten. Dass die polnischen Arbeiter mit diesem Lohn auch nicht zufrieden waren, zeigte sich an einer Baukontrolle durch die Stadtpolizei, wo sie ganze Container voll gestohlener Velos fand.
Die Schweizer Wirtschaft benötigt jedes Jahr Zuwanderer, das ist unumstritten, weil der heimische Markt die benötigten Personalressourcen für die Wirtschaft nicht stellen kann. Dazu brauchen wir aber Leute, die ausgebildet sind oder eine Ausbildung erreichen wollen. Was wir nicht brauchen, sind  inwanderer, die nur an unseren Errungenschaften teilhaben und sich nicht integrieren wollen oder in den schweizerischen Sozialstaat einwandern wollen.
Dazu brauchen wir einen neuen Vertrag mit der EU und dazu muss die Masseneinwanderung gestoppt werden. Der Souverän ist der Schweizer Stimmbürger und nicht auswärtige Regierungen.

Adrian Wälti, Unternehmer, Sachseln